Ratgeber · Draußen bouldern
Crashpad kaufen: Sicher landen am Fels
Ein Crashpad, auch Bouldermatte genannt, schützt dich draußen am Fels bei Stürzen. Hier erfährst du, worauf es bei Größe, Faltsystem und Schaum ankommt, und findest unsere Auswahl vom Einsteiger-Pad bis zum Zusatzpad.
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Was ist ein Crashpad?
Deine Landezone für draußen
Ein Crashpad ist eine dick gepolsterte Matte, ähnlich einer Turnmatte, die du beim Bouldern im Freien unter den Boulder legst. Damit du sie zum Spot tragen kannst, lässt sie sich falten und wie einen Rucksack aufsetzen. In der Halle brauchst du kein Pad, dort liegen große Matten.
Das Wichtigste in Kürze
- Nur für draußen, in der Halle nicht nötig
- Mehrlagiger Schaum: oben hart, darunter weich
- Hybrid-Faltung: flach und ohne harte Kante
- Gepolsterte Träger für lange Zustiege
- Reißfester, pflegeleichter Bezug
- Für hohe Boulder mehrere Pads
Kaufkriterien
Worauf du beim Kauf achten solltest
So funktioniert's
Der Aufbau eines Crashpads
Zwei oder drei Schichten
Die meisten Crashpads haben zwei oder drei Lagen Schaum. Die obere Schicht ist härter, damit du bei einer Landung auf den Füßen nicht umknickst. Darunter liegt weicher Schaum, der den Aufprall dämpft.
Bei dreilagigen Pads folgt unten noch einmal eine harte Schicht. Sie verhindert, dass du bei harten Stürzen bis auf den Boden durchschlägst.
Faltsysteme
Taco, Hinge oder Hybrid?
Wie ein Pad gefaltet wird, entscheidet darüber, wie es am Boden liegt und wie gut es sich tragen lässt.
Taco
Das Pad wird in der Mitte gebogen, der Schaum ist durchgehend. Keine Lücke in der Landefläche, dafür ermüdet der Schaum am Knick mit der Zeit.
- keine Lücke
- Knick ermüdet
Hinge
Zwei getrennte Schaumblöcke, die wie ein Buch zusammengeklappt werden. Liegt schön flach und lässt sich gut tragen, hat aber einen Spalt in der Mitte.
- liegt flach
- Spalt in der Mitte
Hybrid
Klappt wie ein Hinge-Pad, der Spalt ist aber schräg geschnitten oder überdeckt. So landest du nicht auf einer harten Kante.
- liegt flach
- keine harte Kante
Unsere Auswahl
Unsere Empfehlungen
Black Diamond Circuit Crash Pad
Kompaktes Pad für die ersten Touren an den Fels.
Ocun Paddy Sundance
Solides Allround-Pad zu einem fairen Preis.
Snap One
Leichtes Pad aus Frankreich für den Einstieg.
Red Chili Mantle RC
Große Landefläche für höhere Boulder.
Mad Rock Mad Pad II
Robustes Pad für viele Tage am Fels.
Snap Grand Stamina
Viel Fläche und Polsterung für harte Landungen.
Ocun Sitpad
Kleines Pad für Sitzstarts und zum Lücken schließen.
Snap Plaster
Dünnes Zusatzpad zum Überbrücken von Lücken.
Petzl Nimbo
Kleines Pad als Ergänzung zum Hauptpad.
Sicherheit
So legst du dein Pad richtig
- Leg das Pad dorthin, wo du wahrscheinlich landest, nicht direkt unter den Start.
- Schließ Lücken zwischen mehreren Pads, damit kein Fuß dazwischen hängen bleibt.
- Prüf das Absprunggelände auf Steine und Wurzeln, bevor du loslegst.
- Ein Spotter lenkt dich bei einem Sturz aufs Pad und schützt Kopf und Rücken.
FAQ
Häufige Fragen
Brauche ich in der Halle ein Crashpad?
Nein. In der Boulderhalle liegen große Weichbodenmatten. Ein Crashpad brauchst du erst, wenn du draußen am Fels bouldern willst.
Wie viele Crashpads brauche ich?
Für den Anfang reicht ein mittelgroßes Pad. Bei höheren Bouldern oder unebenem Boden sind zwei oder mehr besser. Oft bringt jeder in der Gruppe eins mit.
Taco oder Hinge, was ist besser?
Beides hat Vor- und Nachteile. Taco hat keine Lücke, Hinge liegt flacher. Hybrid-Pads verbinden beides und sind für die meisten eine gute Wahl.
Wie pflege ich mein Crashpad?
Nach dem Bouldern Dreck und Chalk abbürsten und das Pad trocken und aufgeklappt lagern. Nicht dauerhaft gefaltet lassen, sonst verformt sich der Schaum.
Was brauche ich zum Outdoor-Bouldern?
Neben Boulderschuhen und Chalk mindestens ein Crashpad, eine Bürste für die Griffe und am besten jemanden zum Spotten. Dazu einen Boulderführer oder eine App für das Gebiet. Informier dich vorher über Sperrungen und Regeln zum Naturschutz.
Ab wann kann ich draußen am Fels bouldern?
Sobald du in der Halle sicher fallen und abklettern kannst und weißt, wie Spotten funktioniert. Am Fels gibt es keine durchgehende Matte, die Landung ist anspruchsvoller. Für die ersten Male gehst du am besten mit erfahrenen Leuten raus.