Ratgeber · Draußen bouldern

Crashpad kaufen: Sicher landen am Fels

Ein Crashpad, auch Bouldermatte genannt, schützt dich draußen am Fels bei Stürzen. Hier erfährst du, worauf es bei Größe, Faltsystem und Schaum ankommt, und findest unsere Auswahl vom Einsteiger-Pad bis zum Zusatzpad.

ChrisChris · aktualisiert Oktober 2026⏱ 4 Min. Lesezeit

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Boulderer am Fels, darunter zwei Crashpads

Was ist ein Crashpad?

Deine Landezone für draußen

Ein Crashpad ist eine dick gepolsterte Matte, ähnlich einer Turnmatte, die du beim Bouldern im Freien unter den Boulder legst. Damit du sie zum Spot tragen kannst, lässt sie sich falten und wie einen Rucksack aufsetzen. In der Halle brauchst du kein Pad, dort liegen große Matten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nur für draußen, in der Halle nicht nötig
  • Mehrlagiger Schaum: oben hart, darunter weich
  • Hybrid-Faltung: flach und ohne harte Kante
  • Gepolsterte Träger für lange Zustiege
  • Reißfester, pflegeleichter Bezug
  • Für hohe Boulder mehrere Pads

Kaufkriterien

Worauf du beim Kauf achten solltest

Größe
kleinmittelgroß
EmpfehlungMittel für den Anfang: groß genug für normale Boulder und trotzdem gut zu tragen. Große Pads lohnen sich für hohe Boulder.
Faltsystem
TacoHingeHybrid
EmpfehlungHybrid verbindet die Vorteile: flach im Aufbau und ohne harte Kante in der Mitte. Mehr dazu unten.
Schaum
2-lagig3-lagig
EmpfehlungMehrlagig ist Pflicht: oben hart gegen Umknicken, darunter weich zum Dämpfen. Drei Lagen schlagen seltener durch.
Tragesystem
SchultergurteHüftgurt
EmpfehlungGepolsterte Schultergurte und ein Hüftgurt, wenn der Zustieg länger ist. Bei einigen Modellen fehlt das.
Bezug
robustes Nylondünner Stoff
EmpfehlungReißfester, pflegeleichter Stoff. Das Pad liegt auf Stein und Erde und bekommt viel Chalk ab.

So funktioniert's

Der Aufbau eines Crashpads

Zwei oder drei Schichten

Die meisten Crashpads haben zwei oder drei Lagen Schaum. Die obere Schicht ist härter, damit du bei einer Landung auf den Füßen nicht umknickst. Darunter liegt weicher Schaum, der den Aufprall dämpft.

Bei dreilagigen Pads folgt unten noch einmal eine harte Schicht. Sie verhindert, dass du bei harten Stürzen bis auf den Boden durchschlägst.

Faltsysteme

Taco, Hinge oder Hybrid?

Wie ein Pad gefaltet wird, entscheidet darüber, wie es am Boden liegt und wie gut es sich tragen lässt.

Taco

Das Pad wird in der Mitte gebogen, der Schaum ist durchgehend. Keine Lücke in der Landefläche, dafür ermüdet der Schaum am Knick mit der Zeit.

  • keine Lücke
  • Knick ermüdet

Hinge

Zwei getrennte Schaumblöcke, die wie ein Buch zusammengeklappt werden. Liegt schön flach und lässt sich gut tragen, hat aber einen Spalt in der Mitte.

  • liegt flach
  • Spalt in der Mitte

Hybrid

Klappt wie ein Hinge-Pad, der Spalt ist aber schräg geschnitten oder überdeckt. So landest du nicht auf einer harten Kante.

  • liegt flach
  • keine harte Kante

Unsere Auswahl

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Sicherheit

So legst du dein Pad richtig

  • Leg das Pad dorthin, wo du wahrscheinlich landest, nicht direkt unter den Start.
  • Schließ Lücken zwischen mehreren Pads, damit kein Fuß dazwischen hängen bleibt.
  • Prüf das Absprunggelände auf Steine und Wurzeln, bevor du loslegst.
  • Ein Spotter lenkt dich bei einem Sturz aufs Pad und schützt Kopf und Rücken.

FAQ

Häufige Fragen

Brauche ich in der Halle ein Crashpad?

Nein. In der Boulderhalle liegen große Weichbodenmatten. Ein Crashpad brauchst du erst, wenn du draußen am Fels bouldern willst.

Wie viele Crashpads brauche ich?

Für den Anfang reicht ein mittelgroßes Pad. Bei höheren Bouldern oder unebenem Boden sind zwei oder mehr besser. Oft bringt jeder in der Gruppe eins mit.

Taco oder Hinge, was ist besser?

Beides hat Vor- und Nachteile. Taco hat keine Lücke, Hinge liegt flacher. Hybrid-Pads verbinden beides und sind für die meisten eine gute Wahl.

Wie pflege ich mein Crashpad?

Nach dem Bouldern Dreck und Chalk abbürsten und das Pad trocken und aufgeklappt lagern. Nicht dauerhaft gefaltet lassen, sonst verformt sich der Schaum.

Was brauche ich zum Outdoor-Bouldern?

Neben Boulderschuhen und Chalk mindestens ein Crashpad, eine Bürste für die Griffe und am besten jemanden zum Spotten. Dazu einen Boulderführer oder eine App für das Gebiet. Informier dich vorher über Sperrungen und Regeln zum Naturschutz.

Ab wann kann ich draußen am Fels bouldern?

Sobald du in der Halle sicher fallen und abklettern kannst und weißt, wie Spotten funktioniert. Am Fels gibt es keine durchgehende Matte, die Landung ist anspruchsvoller. Für die ersten Male gehst du am besten mit erfahrenen Leuten raus.